
wenn du in die suchmaschinen "velodesign" eingibst, bekommst du viele solche stromlinienförmigen dinger zu sehen. das muss an ausbildungsstrukturen, an praxisferner arroganz der lehrerschaft und an der üppigen verfügbarkeit leistungsfähiger hard- und soft- ware liegen. hier ein paar besonders amüsante exemplare:
beim roten und beim grossen werden in der ersten kurve die felgen krumm, sand und hundescheisse werden in die lager geraten und dann braucht es auch keine bremsen mehr - hat ja eh keine...

die fliegende untertasse ist ein objekt der entrückung, des abgehoben seins, der wegwendung von der erde. sowas soll vorbild für unsere velos sein? nein danke! aber klickt euch nur mal genüsslich durch die kleine bildersammlung und ihr werdet bald sachen sehen, die nicht funktionieren können, auf erden sicher nicht - eventuell in der sphäre der fliegenden untertassen.
gute velos entstehen nicht auf diese weise, sie entstehen durch praxisnahes entwickeln, durch versuche in kleinen schritten, durch geduldiges pröbeln.
schau dir diesen forschungsbericht von david e.jones an, er versucht zu verstehen, warum ein velo geradeaus fährt. scheinbar ein einfaches problem aber hochkomplex, wenn du dich näher drauf einlässt. so ist es eigentlich mit allem beim velo. eine permanente knacknuss für den wachen geist!
wer glaubt, er könne einfach "stromlinie" über nicht verstandenene technik pappen und die speichen weglassen und dann sei alles gut - der ist auf dem holzweg, auch wenn er carbon verwendet.
oder ist das etwa die formensprache von botox und silikonimplantat?
angefangen hat das mit dem design beim velo vermutlich mit dem schutzblechwappen. das war das einzige teil, dessen form und funktion nicht stark vorgegeben war durch physikalische und produktionstechnische sachzwänge. da konnte man sich nach herzenslust austoben und profilieren.