fertigungstiefe

greasepackdas gibt es in der industriellen velo-produktion kaum. da wird am fliessband hastig und lieblos zusammengeschraubt, was bei den zulieferern billig eingekauft wurde.
wenn du dein velo täglich und bei jedem wetter fahren willst, ist das bei weitem nicht gut genug.

openingdas bild zeigt die velowerk-fettpackung eines "industrielagers", wie es häufig in der veloindustrie verwendet wird.
wenn man ein solches lager kauft, ist - für velozwecke - viel zu wenig fett drin. für andere einsatz-zwecke, etwa für schnell laufende maschinen ist das durchaus sinnvoll. voll gefettete lager würden einen viskositäts-schock erleiden und sich in ihre einzelteile zerlegen.
velo-lager laufen langsam und kennen dieses problem nicht. aber sie sind sehr starken witterungseinflüssen - im winter sogar tausalz-lauge - ausgesetzt. diese lassen sich mittels fettpackung wirksam neutralisieren. (siehe: l o n g l i f e - velo ) das velowerk verwendet dafür ein spezialfett, das doppelt so teuer wie champagner ist.
diesen arbeitsgang muss der velo-konstrukteur selber machen, es gibt keine velo-tauglichen fertigen industrielager zu kaufen. den meisten velo-herstellern ist das egal oder zu teuer oder schlicht nicht bewusst.



jede scheibenbrems-mechanik muss ich komplett zerlegen und mit wasserbeständigem langzeitfett wieder zusammenbauen bevor ich sie an's werx bauen kann, wenn ich das nicht mache, wird die mechanik schon im ersten salz-winter schwergängig oder lässt sich nicht mehr justieren, weil sie festfrisst.


hakenkabel
ein ganz wichtiges velo-thema sind auch die kabel, sowohl die mechanischen als auch die elektrischen.
da hängt unser leben dran, auch an etwas scheinbar banalem wie einem rücklicht, das MUSS IMMER funktionieren.
deshalb montiere ich nur allerbeste qualität und das kabel (coaxial / 2-polig / 2 x 0.5 qmm / uv-fest) verlege ich so, dass du das ganze velo daran aufhängen kannst, ohne dass etwas kaputt geht. die mechanischen kabel bekommen spezielle solide endhülsen, gefertigt von einem zulieferer der schweizer uhren-industrie, die standard--qualität reicht mir nicht. für den korrekten anschluss eines einzigen bremskabels braucht es 32 arbeits-schritte



gxp-tretlager, angeblich die krone der tretlagerschöpfung, superstabil dank grosser stützbreite - aber die hersteller verschenken diesen vorteil, indem sie wirklich trockene industrielager einbauen. aussen tun sie schon ein wenig fett dran aber dort wo es wirklich drauf an kommt, fehlt es völlig, eine schande! das velowerk macht die lagerkonstruktion vor dem einbau ins velo natürlich randvoll mit fett wie es sich gehört.

reklamation vor ort in taiwan hat bisher nichts genützt.

links im bild das trockene original, rechts das gefettete velowerk-lager. das original hat eine prognose von etwa einem salzwinter, es wird dann spiel bekommen und die typische arthrose.